Willkommen bei KELLER H2O


Kosteneffektive Lösungen für Wasseranwendungen, basierend auf langjährigem Kunden-Know-how und der KELLER H2O-Fachkompetenz.

Drahtlose Grundwasserüberwachung

Drucksondierung

Wasserverbrauch-Überwachung

Wasserüberwachung im Tagebau

Produktion von Lithiumlauge

Bergbau in einer Diamantenlagerstätte

Entwässerung einer Diamantenmine

Pegelmessung in Wasserbrunnen

Messung des Grundwasserspiegels

Drahtloses Grundwasserüberwachungssystem

Seit 2007 verwendet das polnische geologische Institut fast 200 KELLER DCX-22-Datensammler. Da der Überwachungsprozess automatisiert werden musste, bot sich die Datenfernübertragungseinheit mit Datenlogger GSM-2 als perfekte Lösung an. Datensammler werden meistens in speziell angefertigten Rohren, sogenannten Piezometern, installiert. Dank ihrer äusserst robusten mechanischen Bauweise (wasserdichtes Edelstahlgehäuse) und ihres sehr geringen Energiebedarfs eignet es sich ideal für die Anforderungen des Kunden.

Das GSM-2-Modul ermöglicht Datenübertragung über GSM i / GPRS i per SMS, FTP i oder E-Mail. Zudem werden die gesammelten Daten in einem Puffer mit einer Kapazität von 57.000 Proben gespeichert, was zudem die Sicherheit der gesammelten Daten erhöht. Das intern installierte Barometer ermöglicht die Verwendung eines kapillarfreien, extrem stabilen Absolutdrucksensors für die Wasserpegelmessung.

Bei der in dieser Anwendung verwendeten Pegelsonde handelt es sich um eine PAA-36 X W mit einem Fehlerband von 0,05% (0 - 40 °C), und die Wassertemperaturmessung wird von einem optionalen Sensor Pt1000 mit einer Genauigkeit von 0,1 °C übernommen. Die Niedervoltelektronik benötigt eine Versorgungsspannung von lediglich 3,2 V, sodass eine Batterielebensdauer von vielen Jahren gewährleistet ist. Da keine Kapillarröhrchen vorhanden sind, wird die Zuverlässigkeit des Systems erhöht, weil Feuchtigkeitsprobleme ausgeräumt sind.

Ein im Kunststoffrohr eines Piezometers installiertes GSM-2-Modul (Brunnen)

Zurzeit sind landesweit 350 Grundwasserüberwachungssysteme auf der Basis von GSM-2-Modulen installiert und senden Informationen über Wasserpegel und -temperaturen direkt an die Hauptkontrollstation und Datenbank in Warschau.

Drucksondierung

Die Drucksondierung ist eine niederländische Erfindung (Ende der 1950er Jahre) und wurde viele Jahre als wirtschaftliches Verfahren für Bodenuntersuchungen eingesetzt. Diese Untersuchungen liefern ein gutes Bild von der Bodenstruktur und den verschiedenen Bodenschichten. Sie werden weltweit in allen Gebieten mit schwachen Böden eingesetzt, wo es zu bedeutenden Veränderungen der Bodentragfähigkeit durch Bohrungen, Bauarbeiten usw. kommt.

Bei Drucksondierungen wird ein Konus (eine kegelförmige Spitze mit einem Durchmesser von 36 mm) mit einer konstanten Geschwindigkeit von 2 cm/s in den Boden gedrückt. Um die Reibung des Bodens zu überwinden, wird eine grosse Reaktionskraft benötigt, weshalb die Sonde mit einem Spezial-LKW in den Boden gedrückt wird.

 

cone LKW für Drucksondierungen                                                Konus wird in den Boden gedrückt

Die Ergebnisse der Drucksondierung werden in einer Grafik dargestellt, in der horizontal der Konuswiderstand und vertikal die Konustiefe eingezeichnet sind. Die Sensoren eines Konus für Drucksondierungen messen neben dem Bodenwiderstand die Neigung des Konus, das Reibungsverhältnis, die Bodentemperatur, Leitfähigkeit und Wasserspannung. Für den letztgenannten Parameter wird unser PA-21 Y verwendet.

Wasserspannung – ein sehr wichtiger Parameter

Beim Bau von Häusern oder Strassen auf einem schwachen Boden, beispielsweise auf früheren Sumpfgebieten oder Flussufern, muss der Boden zunächst verdichtet werden, um Absenkungen zu vermeiden. Boden besteht aus Granulat und Wasser. Um darauf bauen, d.h. eine Last aufbringen zu können, muss der Boden vor Baubeginn verdichtet werden.

earthquake Drucksondierungsprotokoll und Messsonde

Bodenverflüssigung, die Bauschäden verursacht

Wenn der Boden zu stark komprimiert wird, kann das Grundwasser nicht schnell genug abfliessen, und der hydrostatische Druck des Grundwassers steigt zu stark an. Dies führt zu unerwünschten Bodenbewegungen, bei denen ganze Deiche oder Gebäude «weggeschwemmt» werden können! Dieses Phänomen bezeichnet man als Verflüssigung, was bedeutet, dass der Boden sich wie eine Flüssigkeit verhält. Dies kann auch bei Erdbeben eintreten. Vielleicht ist Ihnen dieses Phänomen bereits bekannt; Treibsand ist beispielsweise eine Form der Bodenverflüssigung.

Bodenverflüssigung kann in bebauten Gebieten verheerende Folgen haben. Gebäude, deren Fundamente direkt auf Sand lagern, der sich verflüssigt, verlieren plötzlich ihren Halt. Das führt wiederum zu einem drastischen und unregelmässigen Setzen des Gebäudes. Hierdurch entstehen Bauschäden, zu denen Risse in Fundamenten und am Bauwerk selbst gehören können, oder das Gebäude ist anschliessend nicht mehr nutzbar, auch ohne Bauschäden.

testing report Bodenverflüssigung durch Erdbeben

Wenn zwischen dem Fundament eines Gebäudes und flüssigem Boden eine dünne Kruste von nicht flüssigem Boden vorhanden ist, kann es zu einem «Durchstanzversagen» kommen. Das unregelmässige Setzen von Boden kann ausserdem unterirdische Versorgungsleitungen zerstören. Der von der Bewegung von verflüssigtem Boden ausgeübte Aufwärtsdruck durch die Krustenschicht kann schwache Fundamentplatten brechen und durch Versorgungsschächte in das Gebäude eindringen, sodass Wasser Gegenstände im Gebäude sowie Elektroinstallationen beschädigen kann. Brücken und grosse Gebäude, die auf Pfahlgründungen errichtet sind, können den Halt durch den sie umgebenden Boden verlieren und einknicken oder nach dem Beben in einer Schiefstellung zur Ruhe kommen.

Die Gefahren von seitlicher Verdrängung

Abschüssiger Boden oder Boden an Flüssen und Seen kann auf einer verflüssigten Bodenschicht abrutschen, was als «seitliche Verdrängung» bezeichnet wird, und grosse Spalte oder Risse in den Boden reissen. Hierdurch kann erheblicher Schaden an Gebäuden, Brücken, Strassen sowie Versorgungsleitungen, etwa für Wasser, Erdgas, Abwasser, Strom und Telekommunikation entstehen, die in den betroffenen Bereichen verlegt sind. Unterirdische Tanks und Einstiegsschächte können in dem verflüssigten Boden aufgrund des Auftriebs «schwimmen». Erdböschungen wie Hochwasser- und Erddämme können destabilisiert werden oder zusammenbrechen, wenn das Material, aus denen sie bestehen, oder ihre Fundamente sich verflüssigen.

Kurz gesagt können Messungen der Wasserspannung präzise Daten zur maximalen Belastung liefern, der der Boden ausgesetzt werden darf, um sich zu setzen und eine Verflüssigung zu verhindern.

Überwachen und Kontrollieren des Verbrauchs von Trink- und Industriebrauchwasser an Bahnhöfen in Russland

Um eine Lizenz für die Grundwasserentnahme auf russischem Territorium zu erhalten, müssen gemäss dem russischen «Gesetz über den Untergrund» Wasserstandsmessungen durchgeführt werden. Eine der grössten Engineering-Gesellschaften Russlands entschied sich für Produkte von KELLER, um den Verbrauch von Trink- und Industriebrauchwasser an bedeutenden Bahnhöfen zu kontrollieren.

KELLER-Transmitter in Brunnen an russischen Bahnhöfen

Das russische «Gesetz über den Untergrund» (Abschnitt II, Artikel 11, 12 7, Abschnitt III, Artikel 27 PP) schreibt als unmittelbare Voraussetzung für die Erteilung einer Lizenz zur Grundwasserentnahme auf russischem Territorium (die für jeden einzelnen Brunnen ausgestellt wird) an Engineering-Unternehmen eine Wasserpegelmessung vor.

KELLER lieferte Niveautransmitter vom Typ 26 Y, die in der gesamten russischen Föderation installiert wurden. Die Sensoren wurden für die Überwachung und die Kontrolle des Verbrauchs von Trink- und Industriebrauchwasser an bedeutenden Bahnhöfen verwendet. Unser Kunde war eines der grössten Engineering-Unternehmen in Russland, das sich aufgrund des sehr wettbewerbsfähigen Preises und der günstigen Lieferfristen für unsere Niveautransmitter entschied.

 

Digitales Anzeigegerät Evco EVK-512

Digital indicator Evco EVК-512



1 - Digitale Anzeige Evco EVК-512
2 - Auslassrohr
3 - Piezometerrohr
4 - KELLER 26 Y Niveautransmitter, 4…20 mA
5 - Tauchpumpe

Location of wells, in which Keller sensors are installedStandorte von Brunnen, in denen Transmitter von KELLER installiert wurden

Wasserpegelüberwachungssysteme von KELLER im Tagebau der Lagerstätte Tschernogorsk

Das Explorationsteam «Novageo» führt technologische Tests, geomechanische und hydrogeologische Brunnenbohrungen und die Überwachung von Pegel und Temperatur des Grundwassers in einem Tagebaubergwerk der Lagerstätte für Nichteisenmetalle und Edelmetalle (Gold, Platin) von Tschernogorsk in der Region Norilsk Russlands durch.

Explorationsteam «Novageo»

Die Durchschnittstemperaturen an der Lagerstätte von Tschernogorsk liegen im Winter bei -31 °C (gelegentlich sogar bei -45 °C). Im Vorfeld experimenteller Filterarbeiten und hydrologischer Forschungen rüstete unser Kunde die Brunnen mit hydrostatischen Druck- (Pegel-) und Temperatursonden mit dem autonomen Datenlogger DCX-22 SG aus. Die Sonden überwachen Pegel und Temperatur des Grundwassers unter dem ständig gefrorenen Boden in einer Tiefe von 400 bis 500 Metern.

Die Sonden sind im unteren perforierten Bereich einer Säule aus Metallrohren mit einem Durchmesser von 33-40 mm angeordnet, und die Kabel der Sonden verlaufen durch die Säule. Der obere Teil des Brunnens mit der Rohrsäule ist in einer Permafrostschicht eingefroren.

Nach der Installation der Stahlsäulen (mit darin installierten Wasserpegelüberwachungssystemen) wurden die Bohrlochköpfe mit Schutzabdeckungen aus Metall versehen und erhielten einen elektrischen Anschluss an den Datenlogger, um die erfassten Daten über ein K-114B-Schnittstellenwandler-Kabel (mit Option 7) zu kopieren.

Die Parameter der Wasserversorgung der Grundwasserschicht unter der Permafrostschicht werden anhand der Ergebnisse der Überwachung von Grundwasserpegel und -temperatur ermittelt. Diese Ergebnisse tragen auch zur Klärung der Filterungsparameter und der kapazitiven Parameter des diastrophischen Blocks bei.

Lagerstätte Tschernogorsk

Tagebau in Tschernogorsk

Produktionsstandort für Lithiumlauge in Salar de Atacama

Die Bergbaugesellschaft Rockwood Litio, die in Salar de Atacama im Norden Chiles tätig ist, hat in ihren Brunnen ein Netz von KELLER-Datenloggern vom Typ DCX-22 AA CTD eingerichtet, da die Pegeldaten aufgrund umweltrechtlicher Einschränkungen sehr wichtig sind.

Salar de AtacamaProduktionsstandort in Salar de Atacama

Bestimmung des Grundwasserspiegels und der Salzzusammensetzung

Zweck dieser Massnahme ist es, den Pegel und die Salzzusammensetzung des Grundwassers zu bestimmen. Diese Daten stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Verfahren, in der Mine zunächst Salzlauge und dann aus der Lauge Lithium zu gewinnen.

Production site in Salar de AtacamaProduktionsstandort in Salar de Atacama



Aufgrund der von den chilenischen Behörden auferlegten umweltrechtlichen Einschränkungen für Bergbaugesellschaften sind die Pegeldaten äusserst wichtig.

Folgende Daten werden erfasst:
a) Schwankungen des Grundwasserspiegels

im Vergleich zu

b) aus den Brunnen entnommenem Wasser
c) Erholung der Grundwasserschicht nach der Entnahme.

Salar de Atacama ist eine sehr beliebte Touristenattraktion in Chile. Deshalb müssen Bergbauunternehmen besonders sorgfältig vorgehen, da eine übermässige Entnahme von Grundwasser irreparable ökologische Schäden verursachen kann.

Leitfähigkeitsdaten werden ebenfalls erfasst, da diese in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Salzgehalt des Wassers stehen, der wiederum eng verknüpft ist mit den Mineralien, die das Wasser enthält (z.B. Lithium).

Production site in Salar de AtacamaProduktionsstandort in Salar de Atacama

Aufgrund der korrodierenden Eigenschaften des Wassers in Salar wurden für dieses Projekt spezielle Titan-Sensoren von KELLER verwendet. Die Option AA wurde gewählt, um den extremen Temperaturschwankungen in Wüstenumgebungen Rechnung zu tragen. Hohe Temperaturen am Tag und Frost in der Nacht könnten im Kabel zu Kondensation führen, wenn Luft eindringt.

Tagebergbau in einer Diamantenlagerstätte

Die Mine Grib im Distrikt Mesenski der russischen Oblast Archangelsk ist eine der grössten Diamantenlagerstätten der Welt. Im Winter können die Temperaturen auf -25 °C fallen (gelegentlich sogar auf -37 °C). Das Explorationsteam «Arhangelskgeolrazvedka» führt Brunnenbohrungen durch und überwacht Grundwasserpegel und Temperatur. Die Brunnen sind mit Wasserpegelüberwachungssystemen von KELLER ausgestattet, sodass der Kunde Spezialfahrzeuge und zusätzliches Personal einsparen kann, die für Ablesungen an entfernten, schwer zugänglichen Standorten erforderlich wären.

Einsparungen bei Spezialfahrzeugen und zusätzlichem Personal

Das Unternehmen überwacht in einem Umkreis von 5 km um die Lagerstätte Wasserspiegel und Temperatur. In den Jahren 2011-2014 wurden insgesamt 81 Brunnen (mit Tiefen von 20 bis 270 Metern) gebohrt, um die Wasserpegel zu überwachen. Die Brunnen sind mit 81 Wasserpegelüberwachungssystemen von KELLER ausgestattet, die aus hydrostatischen Druck- (Pegel) und Temperatursonden sowie aus 59 GSM-2/GSM-2-BOX-Modulen für die automatische Erfassung von Daten und ihre Übertragung per GSM i bestehen.

Die Verwendung von automatischen Wasserpegelüberwachungssystemen ermöglicht Einsparungen bei Sonderfahrzeugen und zusätzlichem Personal, das eine manuelle Überwachung an entlegenen und schwer erreichbaren Standorten durchführen müsste.

Installation von Pegelrohren an schwer erreichbaren Orten

Installierte GSM-2 Box

Wenn das Überwachungsnetz aus Gruppen von Wasserbrunnen besteht, kann ein einziges GSM-2-BOX-Modul zum Erfassen und Übertragen der Daten von zwei bis drei Brunnen verwendet werden, die sich in einer Entfernung von 5-10 Metern zueinander in derselben Gruppe befinden. So konnte der Kunde die Menge von GSM-2-Modulen für die Überwachung der 81 Brunnen von 81 auf 59 reduzieren. Hierdurch kam er mit 22 GSM-2-Modulen weniger aus als ursprünglich geplant, was etwa 15% des Preises für die gesamte Überwachungsausrüstung für dieses Projekt ausmacht.

Die Mine Grib

Die Batterie eines GSM-1\GSM-2-BOX-Moduls kann mehrere Pegelsonden speisen. Das Modul wiederum kann über mehrere Jahre auch bei schwachem oder instabilem GSM-Signal einmal pro Tag bei niedrigen Temperaturen (-25 bis -35 °C) Daten erfassen und übertragen. Während der gesamten Betriebsdauer (2011-2015) musste der Kunde nicht ein einziges Mal die Batterien dieser Ausrüstung auswechseln.

Entwässerung einer Diamantenmine

Das Diamantenbergbauunternehmen «Severalmaz» führt Brunnenbohrungen und die Überwachung von Grundwasserpegeln und Temperatur in einem Tagebergbau in der Diamantenmine Lomonossow in der Region Archangelsk durch. Die durchschnittliche Temperatur kann im Winter auf -25 °C fallen (gelegentlich sogar auf -37 °C).

Überwachung von Wasserpegel und Temperatur 200 Meter unter der Erde

Der Kunde pumpt über mehrere Entwässerungsbrunnen, die in der Umgebung gebohrt wurden, Grundwasser aus dem Tagebaubergwerk ab. In den Jahren 2013 bis 2015 wurden die 45 Entwässerungsbrunnen mit Pegel- und Temperatursonden einschliesslich Datenloggern vom Typ KELLER DCX-16 VG ausgestattet.

Datensammler mit kleinem Durchmesser

Der Kunde entschied sich für diese Lösung, weil das Produkt in einem nassen Pegelrohr mit 20 mm (DN 17 mm) in 200-300 Metern unter der Erde eingesetzt werden kann und nur ein sehr kleines Fehlerband hat.

Dank ihres Durchmessers von nur 16 mm können die Pegelsonden vom Typ DCX-16 auch an Orten eingesetzt werden, an denen jeder Millimeter zählt.

Messung des Pegels in Wasserbrunnen

KELLER Pegelsonden werden eingesetzt, um statische und dynamische Pegel in Wasserbrunnen auf zuverlässige und präzise Weise zu messen.

Warum Pegelmessungen in Wasserbrunnen?

Die Pegelmessung ist von vorrangiger Bedeutung, da sie Informationen über das Verhalten des Brunnens und der Pumpausrüstung liefert. Eine geeignete Messung und Datenanalyse ermöglicht das proaktive Erkennen des Bedarfs an Wartungsarbeiten am Brunnen bei einer Verschlechterung des Zustands des gerieften Mantelrohrs. Je grösser die Inkrustation ist, desto weniger Wasser kann in den Brunnen eintreten, sodass der Wasserpegel fällt. Dies führt zu einem geringeren elektromechanischen Wirkungsgrad der Pumpen, was wiederum höhere Stromkosten beim Pumpen von Wasser aus dem Brunnen nach sich zieht.

Pegelmessung in Verbindung mit Durchflussmessung liefert auch Informationen über den Zustand der Pumpausrüstung und den Wirkungsgrad, mit dem sie arbeitet. Verschleiss an der Pumpanlage muss unbedingt rechtzeitig erkannt werden, bevor die Anlage ganz ausfällt. Hierdurch werden hohe Reparaturkosten vermieden.

Kavitation

Häufig ist die Pumpausrüstung nicht für das Eintauchen in Wasser geeignet und verfügt daher nicht über Echtzeitinformationen. Mit einem digitalen oder analogen Sensor lässt sich ein Frequenzumsetzer über eine SPS programmieren, um die Pumpausrüstung vor Pegelschwankungen zu schützen.

Schutz durch Sensoren

Es muss unbedingt eine Ummantelung oder ein Schlauch installiert werden, in die der Sensor eingeführt werden kann, um einen korrekten Betrieb und die Langlebigkeit des Kabels zu gewährleisten. Ausserdem ist den Instrumenten, die den relativen Druck messen, ein Trockenmittelröhrchen hinzuzufügen, um zu vermeiden, dass Feuchtigkeit in das Innere des Sensors gelangt.

Messung mit Datenlogger und GSM i

KELLER bietet ein breites Spektrum von Pegelsonden mit Datenloggern an. Hiermit lassen sich alle historischen Informationen im Sensor speichern, und das Verhalten des Brunnens kann im Zeitverlauf analysiert werden, um etwaige Probleme leichter zu erkennen.

Pegelmessung mit Digitalanzeige EV06

Brunnen mit eingebetteten Nuten

Mithilfe des GSM-2 können Informationen und Alarme direkt in Echtzeit an den Betriebsleiter und/oder Bediener gesendet werden, um Fehler zu vermeiden. Das GSM-2 kann Daten per SMS, E-Mail oder über eine Website an jedes beliebige Mobiltelefon senden.

Statische Messung des Grundwasserspiegels

In den Anfangstagen der Messung des Grundwasserspiegels verwendete man einen Leitfähigkeitsschalter, der an einem Flachkabel aus Metall oder Kunststoff in ein Bohrloch gehängt wurde und bei Berührung mit Wasser ein akustisches Signal sendete. Auf diese Weise wurde der Grundwasserspiegel gemessen.

Messung des Grundwasserspiegels mit autonomen Pegel-Datenloggern

Heute können diese Messungen mit den Pegelsonden DCX-22 und DCX-22 AA von KELLER automatisch durchgeführt werden. Die DCX-22 (DCX-22 AA) sind autonome Pegel-Datenlogger, die aus einer Pegelsonde, einem Speicher mit Mikroprozessor und einer Batterie bestehen.

Sie werden im Voraus programmiert, um (beispielsweise alle 6 Stunden) eine Messung durchzuführen, diese Messung zu speichern und wieder in den Bereitschaftszustand zurückzukehren. Der Bereitschaftszustand ermöglicht eine Batterielebensdauer von bis zu 10 Jahren. Das Programmieren und Auslesen von Daten erfolgt über ein K-114 A USB-Kabel und die Windows-basierte Software Logger 5.2 von KELLER, die auf einem Laptop oder einem PC läuft.

Schauen Sie sich die erste Grafik an.

Die Datenlogger DCX-22 (AA) können nur die Wassersäule (E) über der Membran des Sensors messen. Die meisten Geohydrologen interessieren sich jedoch für die Entfernung zwischen der Oberkante des Bohrlochs bis zur tatsächlichen Wasseroberfläche im Bohrloch. Wenn Sie sich die zweite Grafik anschauen, wird diese Art der Messung klar. Die Wassersäule in «Tiefe bis zum Wasser» zu konvertieren, ist recht einfach.

Im Datenlogger ist die gesamte Installationstiefe (B) als passiver Parameter programmiert. Wenn die gemessene Wassersäule von der Installationstiefe abgezogen wird, bleibt der Wert «Tiefe bis zum Wasser» (F). Die Berechnung lautet daher B-E = F.



Ein sehr wichtiger Aspekt ist die barometrische Kompensation. Wenn eine Pegelsonde in eine Flüssigkeit eingebracht wird, misst sie die Wassersäule plus die Luftsäule, die auf dem Wasser lastet. Nimmt man keine Korrektur vor, wäre der gemessene Wert nicht korrekt, da 1 mbar 1 cm Wasser entspricht. Der barometrische Druck muss also vom hydrostatischen Druck abgezogen werden.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, dies zu tun. Die verbreitetste Methode bei herkömmlichen Pegelsonden besteht in der Verwendung einer Kapillare, bei der es sich um ein Röhrchen im Kabel der Pegelsonde handelt, über die der Luftdruck auf die Rückseite der Membran einwirken kann. Diese mechanische Luftdruckkompensation birgt eine Gefahr, nämlich die Möglichkeit von Kondensation im Röhrchen, durch die die Pegelsonde beschädigt werden kann.

Eine weitere Methode ist die Verwendung einer zweiten Drucksonde, um nur den Luftdruck zu messen. Zieht man die Signale der Pegelsonde und der Drucksonde (auch Baro-Sensor genannt) voneinander ab, erhält man die reine Wassersäule.

Der Unterschied zwischen dem DCX-22 und dem DCX-22 AA besteht in der integrierten barometrischen Kompensation des DCX-22 AA, der über einen zweiten (barometrischen) Drucksensor im Batteriegefäss verfügt, das an der Oberkante des Bohrlochs angeordnet ist. Der DCX-22 AA kann hydrostatische, barometrische und barometrisch kompensierte Wasserpegel speichern.

Der DCX-22 benötigt jedoch immer einen zweiten barometrischen Datenlogger, um den Luftdruck zu erfassen.



Es gibt eine Voraussetzung für den Einsatz des KELLER DCX-22 AA: Der barometrische Drucksensor darf nicht eingetaucht sein. Andernfalls kann keine barometrische Messung erfolgen.

Die modulare Software von Keller ermöglicht sowohl den Einsatz eines DCX-22 als auch eines DCX-22 AA in einem Messnetz, da der barometrische Druck des DCX-22 AA auch verwendet werden kann, um den hydrostatischen Druck eines DCX-22 oder eines eingetauchten DCX-22 AA zu kompensieren.

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